Bundestagswahl-Prognose 27.01.2012

Der Monat der Niedersachsen-Wahl beeinflusst kaum den Bundestrend. Die Kanzlerinnen-Partei legt weiter kräftig zu. So steigert sich die christdemokratische CDU/CSU-Fraktion (EPP) auf nun 38 Prozent (+2 pp). Es ist der beste jemals von twittprognosis ermittelte Wert für die Union. Es scheint jedoch, dass der Peak des Hochs bald erreicht sein dürfte. Die Landtagswahl in Niedersachsen zeigt zudem, dass die von den klassischen Umfrageinstituten angegebenen Werte für die Union deutlich zu hoch liegen. Ein abgeschwächter Leihstimmeneffekt ist ebenso wie in Niedersachsen für die FDP auch im Bund zu beobachten.

Die SPD (PES) leidet weiter unter dem „Steinbrück-Effekt“ (negative Schlagzeilen über den Kanzlerkandidaten der Partei), auch wenn die Niedersachsen-Wahl das Gegenteil zu beweisen scheint: Das Abschneiden der SPD war für niedersächsische Verhältnisse schwach und hätte ohne Steinbrück höher ausfallen können.  Zwar verlangsamt sich der Negativtrend immer mehr, dennoch fallen die Sozialdemokraten auf nun 27,5 Prozent (-1pp) zurück. Dies ist der schlechteste Wert für die Partei seit dem furiosen Sieg bei der Landtagswahl in NRW 2012.

Die GRÜNEN (EGP) stagnieren bei 12 Prozent. Sie profitieren nicht von SPD-Tief.

Die LINKE (EL) stagniert weiter bei 9 Prozent. Vor allem die weitgehende mediale Missachtung der Partei verhindert bislang einen weiteren Aufstieg. Das achtköpfige Spitzenteam für die Bundestagswahl sorgte bislang auch nicht für eine Mobilisierung. Das Ergebnis der Niedersachsenwahl ist insofern unbedeutend, dass es zeigt, dass die LINKE es nicht schafft im Westen tatsächlich bedeutend aufzutrumpfen und SPD-Wähler an sich zu binden. Dennoch ist es eines der besten Ergebnisse der LINKEN im Westen, wenn man von der Saarlandwahl 2012 absieht, in den vergangenen Jahren trotz der direkten Konkurrenz durch die PIRATEN. Das Ergebnis bestätigt also einen langsamen Aufwärtstrend.

Die Liberalen FDP (ALDE) scheinen nach dem strategischen Knock-Out seiner innerparteilichen Konkurrenten durch Philipp Rösler zu Ruhe zu kommen. Davon profitieren sie. Langfristig stehen sie jedoch inhaltsfrei tatsächlich nur als Mittel zur Macht für die Union zur Verfügung. Derzeit stehen die Liberalen derzeit in dieser Funktion weiter bei 5 Prozent – und das seit nun 8 Monaten.

Der radikale Sturz der PIRATEN dauert weiter, wenn auch abgeschwächt, an. Das Ergebnis der Landtagswahl in Niedersachsen ist dafür bezeichnend. Im Bund erhält die Partei derzeit 3 Prozent (-1 pp).

Die FREIEN WÄHLER gehen geschwächt aus der Landtagswahl hervor. Die Gewinne waren weniger üppig als erwartet. Mit einem deutlichen Nord-Süd-Gefälle erhält die Partei nur noch 1,5 Prozent (-0,5 pp).

Ähnliches gilt für die NPD. Nachdem die Partei infolge des Verbotsverfahren zulegen konnte, verlieren die Nationalisten nun wieder und liegen infolge eines verheerend schlechten Landtagswahlergebnisses bei 1 Prozent (-0,5 pp).

Die anderen Parteien, jeweils bundesweit unbedeutend, liegen bei 3 Prozent (+ 1pp).

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